Hanna Schott

Hanna Schott im Netz

 
 

AKTUELL



Im Juli erscheint mein neues Kinderbuch.

Wie bei „Fritzi war dabei“ habe ich aus dem, was mir Kinder und Erwachsene in vielen Interviews erzählt haben, vier Geschichten „gebacken“:

  1. Amir ist mit seiner Familie von Syrien nach München geflohen und lebt heute in einem oberbayerischen Dorf.

  2. Kidist ist ohne ihre Familie von Äthiopien bis in ein niedersächsisches Dorf gereist. In Bremerhaven stößt sie auf andere Menschen, die ihre Heimat verlassen haben.

  3. Yuna kommt aus Fukushima. Jetzt ist sie in Düsseldorf zu Hause.

  4. Boss ist Roma und kommt aus dem Kosovo. In Leipzig fühlt er sich zum ersten Mal willkommen.


    Für die vielen farbigen Illustrationen hat Volker Konrad gesorgt.


    Angekommen.

    Vier Kinder erzählen von ihrem ersten Jahr in Deutschland

    124 Seiten, Paperback
     € [D] 12,90 / CHF 19,50 / € [A] 13,30
     ISBN 978-3-86256-074-5




Warum Ruhe unsere Rettung ist, heißt das neue Buch, das ich aus dem Schwedischen übersetzt habe. Der Titel scheint viele Menschen anzusprechen, habe ich gemerkt. Der Untertitel erst recht: Stell dir vor, du tust nichts und die Welt dreht sich weiter

Wer Tomas Sjödin noch nicht kennt, kann einen Autor entdecken, der in Schweden eine große und begeisterte Leser- und Hörerschaft hat. Unsere Lesereise Anfang April hat schon die Frage geweckt, welches seiner Bücher denn wohl als nächstes auf Deutsch erscheinen wird ...

Mehr dazu unter Schwedisches


„Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist“, heißt das Motto des Verlags, bei dem nun zum ersten Mal auch ein Kinderbuch von mir erscheint. Ich finde, dieses Motto passt gut zu dem, was auch mir wichtig ist und was dieses Buch „rüberbringt“.

Die 4. Auflage von „Tuso. Eine wahre Geschichte aus Afrika“ ist broschiert, und weil das Buch sich mit den vielen farbigen Bildern und der großen Schrift so gut als Klassenlektüre in der Grundschule eignet, gibt es jetzt auch günstige Staffelpreise.

Mehr dazu unter Afrika.



Die neue Talk-Box ist da. Vol. 9: Leben mit Kindern

Oh, die Familie! Kaum etwas ist schöner, kaum etwas ist anstrengender. Die sogenannten Lieben machen uns reich, strapazieren unsere Nerven, plündern das Konto – und dann ist man plötzlich durch einen einzigen Kuss doch wieder versöhnt.

Unsere neue Talk-Box bringt all diese Facetten zum Vorschein. 120 Gesprächsimpulse lassen Kinder und Erwachsene zu Wort kommen. Da warten jede Menge Überraschungen, und ganz sicher wächst das Verständnis füreinander.

Kurz: ein Spiel für Kinder und Eltern, Großeltern, Tanten, Paten, Lehrerinnen, Pädagogen, Clan-Angehörige und alle anderen, die Kinder lieben und erziehen.


25 Jahre Mauerfall und 25 Jahre Deutsche Einheit sind „abgefeiert“. Auf „Fritzi“-Tour habe ich in diesen zwei Jahre allerhand Erstaunliches und Kurioses erlebt. War die DDR etwa eine Scheibe oder tatsächlich sch…? Stoff für Diskussionen!





Derweil kommen neue Kinder in die 4. oder 5. Klasse, die mich fragen: „Was war noch mal getrennt? Nord- und Süddeutschland? Und hieß der eine Teil echt NDR?“

Ich reise deshalb weiterhin gern zu Lesungen!





Die broschierte Sonderausgabe zu den Jubiläen ist vergriffen, die gebundene Ausgabe weiter lieferbar. Eine neu gestaltete günstige Ausgabe wird es geben, wenn die Verfilmung fertig ist. Die läuft – mit arte als Partner.







In der „echten“ Nikolaikirche, wo die „echte“ Geschichte begonnen hat, neben dem „echten“ Pfarrer Führer zu stehen und aus „Fritzi“ zu lesen, war mein schönstes Erlebnis in den beiden Gedenkjahren.




(Fotos: Maren Wulf, Hamburg)




Monotasking. Mein Abschied vom Alles-auf-einmal-Wahn

       
   

Multitasking üben wir alle jetzt schon jahrelang. Deshalb habe ich es mal mit Monotasking versucht und den Verlauf meines Selbstversuchs in Tagebuchform festgehalten. Heiter, hoffentlich zu Nachahmung anregend und – da bin ich besonders froh – witzig und originell illustriert von Oliver Weiss: www.oweiss.com

Und wenn Sie schon mal kurz reinlesen möchten: Leseprobe


Achim Schmitz-Forte hat in WDR 5 ausführlich und kritisch nachgefragt: Was hat mein Experiment gebracht?

Online nachzuhören: Monotasking im Selbstversuch



Was mein Buch „Von Liebe und Widerstand“ erzählt, hat Thomas Schmid für die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung auf einer Zeitungsseite prägnant zusammengefasst: Helden, die keine sein wollten. Anlass für seinen Artikel war die Einweihung eines Erinnerungsortes in Le Chambon-sur-Lignon im Juni 2013 – 70 Jahre nach den dramatischen Geschehnissen! Jahrzehntelang übte sich die immer noch stark hugenottisch geprägte Bevölkerung in Bescheidenheit. Erst jetzt, nachdem die Generation der „Helden, die keine sein wollten“, gestorben ist, erinnern die Nachgeborenen auch öffentlich an die großartige Geschichte ihres Ortes.




EINE ANMERKUNG ZWISCHENDRIN

Wenn Sie auf die Cover der Bücher und Spiele dieser Website klicken, öffnet sich in den meisten Fällen die entsprechende Seite bei amazon. Das bereitet einer gelernten Buchhändlerin natürlich Bauchschmerzen. Andererseits ist der Link zum Mega-Bookseller oft hilfreich, weil sich bei amazon nun mal die meisten Kommentare sammeln.

Meine Bitte:
Surfen Sie ein bisschen herum – und gehen Sie dann in eine Buchhandlung. Wenn Sie dort an der Kasse stehen und zahlen, dürfen Sie sich über das gute Gefühl freuen, gerade zum Erhalt eines Kulturortes beizutragen. – Vielen Dank!




„Sozialcourage“ ...

heißt eine Zeitschrift des Caritas-Verbandes. Sie hat genau dies – Sozialcourage oder auch Zivilcourage – in der Doppelbiografie entdeckt, in der ich das Leben von Magda Trocmé (1901-1996) und André Trocmé (1901-1971) erzähle. Dr. Bernhard Seiterich schreibt:


„Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen“, sagt der Pfarrer eines kleinen französischen Dorfes dem Präfekten 1942 ins Gesicht. Der kommt zur Kontrolle, da Gerüchte über Menschenschmuggel zu ihm gelangt sind. Im besetzten Frankreich unter der Herrschaft von Wehrmacht, SS und Vichytruppen kann das schon einmal Gefangenschaft oder Tod als Antwort bedeuten. Doch Frechheit siegt, die freche Ehrlichkeit des Pfarrers André Trocmé und seiner Frau, der Lehrerin Magda. Denn in jedem Haus von Le Chambon sind Juden versteckt, nicht nur in Hotel und Pension des Luftkurorts: Auch einfache Bauern verbergen Kinder vor der Deportation in den sicheren Tod. Denn: Man kann und muss etwas gegen den Naziterror tun. Bis Kriegsende haben die Dörfler in den Cevennen mindestens 3.000 Menschenleben gerettet, klug, gastfreundlich und solidarisch. Dies und die Biografie der beiden Initiatoren sind lesenswert und dokumentarisch; beispielhaft für das Leben nach dem eigenen Gewissen.


Historiker stellen Magda und André Trocmé in eine Reihe mit Martin Luther King und Mahatma Gandhi, sehen Parallelen zu Oskar Schindler, der über 1.000 Juden rettete.

Das französisch-russisch-italienische Paar lernt sich in New York kennen und will nach Indien reisen, um Gandhi zu treffen. André Trocmé, der an demselben Theologischen Seminar studiert wie später Dietrich Bonhoeffer, ist nebenbei Hauslehrer bei der reichsten Familie der Welt, den Rockefellers. Magda Grilli zieht ihn schon nach den ersten Begegnungen in ihren Bann. Allein diese Geschichte wäre filmreif. Doch es geht weiter – ganz anders, als die beiden es planen, und mit zunehmender Dramatik. Statt in Indien landen sie nämlich in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer der reformierten Kirche, Magda als Lehrerin. Als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen jedoch ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben.

Das Ehepaar Trocmé verwandelt den kleinen Luftkurort im Gebirge in einen zentralen Ort der französischen Résistance. Tausende jüdische Kinder und Erwachsene werden von ihnen versteckt, mit Nahrung versorgt, teilweise mit falschen Pässen ausgestattet und außer Landes geschleust. Am Ende zählten die einen 3.000 Menschen, die vor dem sicheren Tod gerettet worden waren, andere sprachen von mehr als 5.000. Magda trat in den USA vor riesigem Publikum an der Seite von Martin Luther King auf. Das israelische Holocaustmuseum Yad Vashem zeichnete André und Magda Trocmé und mit ihnen die ganze Region für ihren Mut als „Gerechte unter den Völkern“ aus.

Bei meinen Lesungen wurde mir klar, welche Wucht diese Geschichte hat – aber auch, wie ermutigend sie ist. Und ist es nicht verrückt, dass Magda und André am Ende ihres Lebens die Jahre des Widerstands als ihre glücklichsten beschrieben?



Impressum

 

WILLKOMMEN BEI

Von Liebe und Widerstand
gebunden, mit 33 s/w-Fotos und einer Karte, 240 Seiten, auch als E-Book erhältlich
Neufeld Verlag

Inzwischen ist die Biografie  in 3. Auflage erschienen.

Die englische Übersetzung wird gerade in den USA  vorbereitet.